Der über 51.000 Hektar große Park wurde 1977 von der UNESCO zum Biosphärenreservat ernannt, seit 1984 ist das Gebiet als Naturpark ausgewiesen - der erste in Andalusien. Die eindrucksvollen Landschaften mit ihren kontrastreichen Karstformationen sind das Ergebnis einer gewaltigen geologischen Geschichte. Täler, Schluchten, Höhlen und Felsen erzählen davon: zum Beispiel der größte Höhlenkomplex Andalusiens “Cueva del Hundidero-Gato” mit der “Cueva de la Pileta” mit prähistorischen Funden und Felszeichnungen. Oder die bis zu 400 Meter tiefe Schlucht “Garganta Verde”, in deren Felswänden sich die größte Brutkolonie des Gänsegeiers befindet.
Höchstes Gebirge des Parkes ist die Sierra del Pinar mit dem Gipfel Torreón (1.654m). In der Sierra de Grazalema trifft man die typische Mittelmeervegetation an: Stein- und Korkeichen, Johannisbrotbäume, wilde Ölbäume und mediterrane Kräuter. Eine Besonderheit sind die Pinsapo-Wälder, die Igeltannen, die aus der letzten Eiszeit stammen und sich hier nur dank des besonderen Klimas halten.
Ruta de Bandoleros - die “Banditenroute”. Im 18. und 19. Jhd. ging man ihnen besser aus dem Weg - Spaniens berühmten Strassenräubern, den Bandoleros. Heutzutage lohnt es sich jedoch, ihren Spuren in den Bergen Andalusiens zu folgen. Die Ruta de Bandoleros beginnt in der damaligen Räuberhochburg Ronda, und führt durch tiefe Schluchten, Steineichenwälder und Olivenhaine zu einigen der schönsten weissen Dörfer Andalusiens. Unzählige Sagen und Legenden ranken sich um die Banditen. Während wohlhabende Reisende vor ihnen zitterten, sahen die Ärmeren in ihnen Freiheitskämpfer und Wohltäter, die ihre Beute mit den Armen teilten. Einer der berühmtesten dieser spanischen Robin Hoods - El Tempranillo - wird heute noch jedes Jahr in Grazalema gefeiert. Im Oktober findet ihm zu Ehren ein Fest mit Trachten aus der Bandolero-Epoche und viel Rotwein statt. In der “Stadt der Räuber” Ronda kann man im Bandolero-Museum Waffen, historische Bilder und Kleidungsstücke der Banditen betrachten. (www.museobandolero.com)
Ruta de Almorávides y Almohades: Die Almohaden und Almoraviden waren Berberdynastien, die im 11.-13. Jahrhundert Nordafrika und Al-Andalus beherrschten. Auf der Route der Almohaden und Almoraviden wird an das gemeinsame kulturelle Erbe von zwei benachbarten Kontinenten erinnert. Die Route beginnt in Tarifa und zieht sich über 400 Kilometer durch die Provinzen Málaga und Cádiz, durchquert Ronda und endet in Granada. Auf den Spuren dieser faszinierenden Geschichte Andalusiens gibt es stolze Landschaften, legendäre Orte und Festungen, Monumente und Traditionen - und natürlich typische Gastronomie kennenzulernen.
Ruta de los Pueblos Blancos: Die Route der Weißen Dörfer zieht sich auf Landstraßen durch ganz Andalusien. Sie führt durch wunderschöne und teils gebirgige Landschaften und verbindet die schönsten Weißen Dörfer, die, meist phönizischen oder römischen Ursprungs, vom 8. bis ins 15. Jahrhundert von den Mauren ausgebaut wurden. Typisch für die Weißen Dörfer sind die weiß gekalkten Häuser entlang enger, verwinkelter Gassen und die vor den Häusern in allen Farben prächtig blühenden Pflanzen. In vielen Orten gibt es Kirchen und Herrschaftshäuser aus der Zeit der Reconquista zu besichtigen, die oft an Stelle ehemaliger Moscheen errichtet wurden. Sie bilden in ihrer Bauweise einen interessanten Gegensatz zur maurischen Architektur der Häuser. Zudem wurden viele Weiße Dörfer an eindrucksvollen Orten errichtet, so dass Sie sich auf spektakuläre Aussichten freuen können.
Sehenswerte Weiße Dörfer in der Nähe der Hacienda sind El Gastor, Zahara de la Sierra, Olvera, Grazalema, Algodonales und Setenil de las Bodegas.
Interessante Dörfer in der weiteren Umgebung: Arcos de la Frontera, El Bosque, Castellar de la Frontera, Villaluenga del Rosario
Mit dem Auto gut zu erreichen, liegen die spannenden andalusischen Städte Sevilla, Cádiz, Jerez de la Frontera, Granada, Tarifa, Málaga, Córdoba und die britische Kolonie Gibraltar.
Weitere Sehenswürdigkeiten:
Cueva de la Pileta: In der 1905 entdeckten Höhle wurden bis zu 32.000 Jahre alte Felszeichnungen der Aurinac-Kultur (und anderen Kulturen) gefunden. Paläolithische Wandmalereien von Ziegen, Pferden und Fischen sind in dieser großen Höhle erhalten, die nur mit Führung begehbar ist. Einer der Nachkommen des Entdeckers führt die Besucher mit Petroleumlaternen durch die faszinierende Tropfsteinhöhle.
Cueva de Gato: Zwischen Montejaque und Benaoján liegt ein weiterer Höhlenkomplex. Der Eingang kann ohne Führung besichtigt werden, für weitere Erkundungen muss man sich einer geführten Exkursion anschließen, die unter anderem durch einen unterirdischen Fluss führt.
Ronda La Vieja - Acinipo: Ronda La Vieja - das alte Ronda - an diesem Ort befand sich die ursprüngliche Stadt Ronda, bis sie um 550 nach Christus von den Westgoten zerstört und dann an ihrem jetzigen Standort 20 km entfernt wieder aufgebaut wurde. Heute befindet sich dort eine römische Ausgrabungsstätte, die besichtigt werden kann.












